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Eine Familienstiftung bindet Vermögen in einer eigenen juristischen Person, die nach den Vorgaben des Stifters handelt. Sie wird oft überschätzt („schützt vor Pflichtteil und Steuern“) und ebenso oft vorschnell verworfen. Dieser Überblick erklärt nach deutschem Recht, wie die Stiftung entsteht, wann welche Steuer anfällt und ab wann Gläubiger- und Pflichtteilsschutz greifen kann.
Der Beitrag stützt sich auf die verlinkten Normtexte bei gesetze-im-internet.de (abgerufen am 02.11.2026) und auf ein genanntes BGH-Urteil. Alle Rechenbeispiele sind fiktiv und nennen ihre Annahmen. Offene Prüffragen sind als solche gekennzeichnet.
Was ist eine Familienstiftung?
Das BGB beschreibt die Stiftung als eine mit einem Vermögen zur dauernden und nachhaltigen Erfüllung eines vom Stifter vorgegebenen Zwecks ausgestattete, mitgliederlose juristische Person (§ 80 BGB Abs. 1). Sie hat also weder Gesellschafter noch Mitglieder. In der Regel wird sie auf unbestimmte Zeit errichtet. Als Verbrauchsstiftung kann sie auch auf bestimmte Zeit errichtet werden, innerhalb derer ihr gesamtes Vermögen zur Erfüllung des Zwecks zu verbrauchen ist.
Den Begriff Familienstiftung prägt vor allem das Steuerrecht: Das Erbschaftsteuergesetz knüpft an Stiftungen an, die „wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien“ errichtet sind (§ 1 ErbStG Abs. 1 Nr. 4). Die Familienmitglieder, die nach der Satzung Leistungen erhalten können, werden Begünstigte oder Destinatäre genannt.
Zur Entstehung sind das Stiftungsgeschäft und die Anerkennung durch die zuständige Behörde des Landes erforderlich, in dem die Stiftung ihren Sitz haben soll (§ 80 Abs. 2 BGB). Welche Behörde das im Einzelnen ist und wie das Anerkennungsverfahren abläuft, stellt dieser Beitrag nicht dar.
Dieser Beitrag behandelt die rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz im Inland. Nicht rechtsfähige und ausländische Stiftungen folgen eigenen Regeln, die hier nicht dargestellt sind.
Ab wann lohnt sich eine Familienstiftung?
Eine feste Vermögensschwelle ergibt sich aus dem Gesetz nicht. Ob die Stiftung zu Ihrer Familie passt, hängt eher von diesen Kriterien ab:
- Bindungswille: Das gewidmete Vermögen ist der Stiftung zu deren eigener Verfügung zu überlassen (§ 81 BGB Abs. 1 Nr. 2). Ob und bis wann sich der Stifter vom Stiftungsgeschäft wieder lösen kann, stellt dieser Beitrag nicht dar; zur Auflösung einer bestehenden Stiftung siehe unten.
- Begünstigtenkreis: Je klarer der Kreis innerhalb der Familie beschrieben ist, desto verlässlicher lässt sich die Steuerklasse beim Einbringen einschätzen.
- Liquidität für die Steuer: Beim Einbringen und alle 30 Jahre kann Steuer anfallen. Dafür muss neben den Leistungen an die Familie und den laufenden Verwaltungskosten Liquidität vorhanden sein. Wer die Steuer beim Einbringen schuldet, stellt dieser Beitrag nicht dar.
- Art des Vermögens: Für Betriebsvermögen und für Anteile an Kapitalgesellschaften mit einer Beteiligung von mehr als 25 Prozent, unmittelbar oder zusammen mit gebundenen Anteilen weiterer Gesellschafter, sieht das Gesetz unter Voraussetzungen eine Verschonung vor. Dritten zur Nutzung überlassene Grundstücke und Wertpapiere gehören dort mit gesetzlichen Ausnahmen zum Verwaltungsvermögen.
- Zeithorizont: Gläubiger- und Pflichtteilsschutz setzt erst nach Ablauf gesetzlicher Fristen ein.
- Befristete Bindung: Wer Vermögen nur für eine bestimmte Zeit binden will, kann eine Verbrauchsstiftung prüfen. Ihre Satzung muss zusätzlich die Zeit festlegen, für die sie errichtet wird, und Bestimmungen zur Verwendung des Vermögens enthalten, die die nachhaltige Erfüllung des Zwecks und den vollständigen Verbrauch des Vermögens innerhalb dieser Zeit gesichert erscheinen lassen (§ 81 Abs. 2 BGB).
Welche Risiken eine Stiftung überhaupt adressieren soll, ordnet der Beitrag zu den sieben größten Risiken für Familienvermögen ein.
Wie wird das Einbringen von Vermögen besteuert?
Überträgt der Stifter zu Lebzeiten Vermögen auf Grund eines Stiftungsgeschäfts, gilt das als Schenkung unter Lebenden (§ 7 ErbStG Abs. 1 Nr. 8). Erwerberin ist die Stiftung. Die Steuer entsteht mit der Ausführung der Zuwendung (§ 9 ErbStG Abs. 1 Nr. 2). Für die Errichtung von Todes wegen gelten eigene Vorschriften, die hier nicht dargestellt sind.
Ohne Sonderregel fiele die Stiftung als übrige Erwerberin in Steuerklasse III (§ 15 ErbStG Abs. 1) mit einem Freibetrag von 20.000 EUR (§ 16 ErbStG Abs. 1 Nr. 7) und Sätzen von 30 bis 50 Prozent (§ 19 ErbStG Abs. 1).
§ 15 Abs. 2 Satz 1 ErbStG ändert das: Der Besteuerung wird das Verwandtschaftsverhältnis des nach der Stiftungsurkunde entferntest Berechtigten zum Stifter zugrunde gelegt, sofern die Stiftung wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien im Inland errichtet ist. Sind Enkel die entferntest Berechtigten, gehören sie als Abkömmlinge der Kinder zur Steuerklasse I (§ 15 Abs. 1 ErbStG). Dort gelten Sätze von 7 bis 30 Prozent.
Offen ist der Freibetrag. § 15 Abs. 2 Satz 1 ErbStG regelt die Besteuerung nach dem Verwandtschaftsverhältnis, nennt den Freibetrag aber nicht ausdrücklich. Ob bei Enkeln als entferntest Berechtigten der Freibetrag von 200.000 EUR für Kinder der Kinder (§ 16 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG) oder ein anderer Betrag gilt, ist eine offene Prüffrage.
Rechenbeispiel Einbringen von 5 Mio. EUR. Das Beispiel geht von folgenden Annahmen aus:
- Ein Stifter überträgt zu Lebzeiten Vermögen mit einem Wert von 5 Mio. EUR vor Freibetrag auf eine neue Familienstiftung mit Sitz im Inland. Wie der Wert ermittelt wird, bleibt offen.
- Entferntest Berechtigte nach der Stiftungsurkunde sind seine Enkel. § 15 Abs. 2 Satz 1 ErbStG ist erfüllt, es gilt Steuerklasse I.
- Es gibt keine Verschonung nach §§ 13a, 13b ErbStG, keine Vorerwerbe und keine Schulden.
Die Tabelle lässt sich seitlich verschieben.
| Variante A | Variante B | |
|---|---|---|
| Angenommener Freibetrag | 200.000 EUR | 400.000 EUR |
| Steuerpflichtiger Erwerb | 4.800.000 EUR | 4.600.000 EUR |
| Satz Steuerklasse I, Stufe bis 6 Mio. EUR | 19 % | 19 % |
| Steuer | 912.000 EUR | 874.000 EUR |
Variante A setzt den Freibetrag für Kinder der Kinder an, Variante B den Freibetrag für Kinder nach § 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG, um die Spannweite zu zeigen. Knapp oberhalb der Wertgrenze von 600.000 EUR kann der Härteausgleich nach § 19 Abs. 3 ErbStG greifen; in beiden Varianten ändert er nach eigener Rechnung nichts, weil der Erwerb weit darüber liegt.
Wie eng oder weit die Satzung den Begünstigtenkreis fasst, wirkt also auf die Steuerklasse. Eine Ersparnis für Ihren Fall lässt sich daraus nicht ableiten.
Wie funktioniert die Erbersatzsteuer alle 30 Jahre?
Nach § 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG unterliegt das Vermögen einer Stiftung, die wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien errichtet ist, in Zeitabständen von je 30 Jahren der Erbschaftsteuer. Die Steuerpflicht tritt nur ein, wenn die Stiftung die Geschäftsleitung oder den Sitz im Inland hat (§ 2 ErbStG Abs. 1 Nr. 2). Nach der Fußnote zu § 1 ErbStG bei gesetze-im-internet.de ist § 1 Abs. 1 Nr. 4 mit dem Grundgesetz vereinbar, soweit Stiftungen betroffen sind (BVerfG, Entscheidung vom 8.3.1983, 2 BvL 27/81).
Freibetrag und Satz: Gewährt wird der doppelte Freibetrag nach § 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG, also 2 × 400.000 EUR = 800.000 EUR. Die Steuer ist nach dem Prozentsatz der Steuerklasse I zu berechnen, der für die Hälfte des steuerpflichtigen Vermögens gelten würde (§ 15 Abs. 2 Satz 3 ErbStG).
Wann beginnt der 30-Jahres-Rhythmus?
Maßgeblich ist der Zeitpunkt des ersten Übergangs von Vermögen auf die Stiftung (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG). Den Tag der Anerkennung nennt die Vorschrift dafür nicht. Ab dem ersten Vermögensübergang entsteht die Steuer in Abständen von je 30 Jahren.
Rechenbeispiel nach 30 Jahren
Das Beispiel geht von folgenden Annahmen aus:
- Die Stiftung hat ihren Sitz im Inland und erhält beim ersten Übergang 5 Mio. EUR.
- Das Vermögen wächst nach allen Leistungen und Kosten um 4 Prozent jährlich. Nach 30 Jahren beträgt das steuerpflichtige Vermögen vor Freibetrag rund 16,2 Mio. EUR (5 Mio. × 1,04³⁰). Wie das Vermögen bewertet wird, bleibt offen.
- Es gibt keine Schulden und keine Verschonung nach §§ 13a, 13b ErbStG.
Daraus ergibt sich:
- 16,2 Mio. EUR minus 800.000 EUR Freibetrag = 15,4 Mio. EUR steuerpflichtiges Vermögen.
- Die Hälfte davon sind 7,7 Mio. EUR. Dafür gilt in Steuerklasse I die Stufe bis 13 Mio. EUR mit 23 Prozent.
- 23 Prozent von 15,4 Mio. EUR ergeben rund 3,54 Mio. EUR Erbersatzsteuer.
Offen bleibt, ob und wie der Härteausgleich nach § 19 Abs. 3 ErbStG bei der halbierten Satzermittlung anzuwenden ist.
Kann die Steuer in Raten gezahlt werden?
Der Steuerpflichtige kann verlangen, dass die Erbersatzsteuer in 30 gleichen jährlichen Teilbeträgen entrichtet wird (§ 24 ErbStG). Die Summe der Jahresbeträge umfasst Tilgung und Verzinsung; dabei ist von einem Zinssatz von 5,5 Prozent auszugehen. Jeder Jahresbetrag liegt deshalb über einem Dreißigstel der Steuer.
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Wie wird die Stiftung laufend besteuert?
Eine Stiftung mit Geschäftsleitung oder Sitz im Inland ist unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig (§ 1 KStG Abs. 1). Die Steuerpflicht erstreckt sich auf sämtliche Einkünfte (§ 1 Abs. 2 KStG). Den Steuersatz regelt § 23 KStG Abs. 1:
| Veranlagungszeitraum | Körperschaftsteuer auf das zu versteuernde Einkommen |
|---|---|
| bis 2027 | 15 % |
| 2028 | 14 % |
| 2029 | 13 % |
| 2030 | 12 % |
| 2031 | 11 % |
| ab 2032 | 10 % |
Leistungen an Begünstigte: Einnahmen aus Leistungen einer nicht von der Körperschaftsteuer befreiten Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 3 bis 5 KStG gehören zu den Einkünften aus Kapitalvermögen, soweit sie Gewinnausschüttungen wirtschaftlich vergleichbar sind (§ 20 EStG Abs. 1 Nr. 9).
Erträge werden also auf Ebene der Stiftung besteuert, und Leistungen an Begünstigte können zusätzlich beim Empfänger zu Einkünften führen. Den Steuersatz beim Empfänger, den Solidaritätszuschlag, die Gewerbesteuer und mögliche Steuerbefreiungen stellt dieser Beitrag nicht dar.
Gilt die Verschonung für Betriebsvermögen auch in der Stiftung?
Ja, entsprechend: Nach § 13a ErbStG Abs. 11 gelten dessen Absätze 1 bis 10 in den Fällen des § 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG entsprechend. Beim Einbringen gelten sie nach ihren allgemeinen Voraussetzungen. Der Wortlaut im Überblick:
- Begünstigungsfähig sind nach § 13b ErbStG Abs. 1 unter anderem inländisches Betriebsvermögen beim Erwerb eines ganzen Gewerbebetriebs oder Teilbetriebs sowie Anteile an Kapitalgesellschaften mit Sitz oder Geschäftsleitung im Inland, in der EU oder im EWR, wenn der Erblasser oder Schenker unmittelbar zu mehr als 25 Prozent beteiligt war. Für diese Mindestbeteiligung zählen auch die Anteile weiterer Gesellschafter, wenn alle untereinander verpflichtet sind, über die Anteile nur einheitlich zu verfügen oder sie ausschließlich auf andere derselben Verpflichtung unterliegende Anteilseigner zu übertragen und das Stimmrecht gegenüber nichtgebundenen Gesellschaftern einheitlich auszuüben (§ 13b Abs. 1 Nr. 3 Satz 2 ErbStG).
- 90-Prozent-Grenze: Begünstigt ist das Vermögen nur, soweit sein gemeiner Wert den um das unschädliche Verwaltungsvermögen gekürzten Nettowert des Verwaltungsvermögens übersteigt (§ 13b Abs. 2 Satz 1 ErbStG). Vollständig nicht begünstigt ist es, wenn das Verwaltungsvermögen mindestens 90 Prozent des gemeinen Werts des begünstigungsfähigen Vermögens beträgt. Für diese Prüfung wird das Verwaltungsvermögen vor der Schuldenverrechnung, vor dem Freibetrag für Finanzmittel und vor den Kürzungen nach § 13b Abs. 6 und 7 angesetzt, mit einer Ausnahme für bestimmte abgesicherte Altersversorgungsverpflichtungen (§ 13b Abs. 2 Satz 2 ErbStG).
- Verwaltungsvermögen sind nach § 13b Abs. 4 ErbStG unter anderem Dritten zur Nutzung überlassene Grundstücke, Anteile an Kapitalgesellschaften mit einer unmittelbaren Beteiligung von 25 Prozent oder weniger sowie Wertpapiere und vergleichbare Forderungen, jeweils mit gesetzlichen Ausnahmen. Finanzmittel zählen dazu, soweit ihr Bestand nach Abzug der Schulden 15 Prozent des Werts des Betriebsvermögens übersteigt. Dieser Sockel von 15 Prozent setzt voraus, dass das begünstigungsfähige Vermögen nach seinem Hauptzweck einer Tätigkeit im Sinne des § 13 Abs. 1, des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder des § 18 Abs. 1 Nr. 1 und 2 EStG dient (§ 13b Abs. 4 Nr. 5 Satz 4 und 5 ErbStG). Junge Finanzmittel, also der positive Saldo der eingelegten und entnommenen Finanzmittel, die dem Betrieb weniger als zwei Jahre zuzurechnen waren, sind Verwaltungsvermögen (§ 13b Abs. 4 Nr. 5 Satz 2 ErbStG).
- Regelverschonung: 85 Prozent bleiben steuerfrei, wenn die Erwerbe begünstigten Vermögens, einschließlich der Erwerbe von derselben Person innerhalb von zehn Jahren, insgesamt 26 Mio. EUR nicht übersteigen (§ 13a Abs. 1 ErbStG). Dazu kommen eine Lohnsummenfrist von fünf Jahren mit einer Mindestlohnsumme von 400 Prozent, die je nach Zahl der Beschäftigten niedriger ist oder entfällt, und eine Behaltensfrist von fünf Jahren (§ 13a Abs. 3 und 6 ErbStG).
- Optionsverschonung: Auf unwiderrufliche Erklärung 100 Prozent, mit sieben Jahren Lohnsummen- und Behaltensfrist. Die Mindestlohnsumme beträgt dann 700 Prozent, bei mehr als fünf, aber nicht mehr als zehn Beschäftigten 500 Prozent und bei mehr als zehn, aber nicht mehr als 15 Beschäftigten 565 Prozent (§ 13a Abs. 10 Satz 1 ErbStG). Bei einer Ausgangslohnsumme von 0 Euro oder nicht mehr als fünf Beschäftigten ist die Mindestlohnsumme nach § 13a Abs. 3 Satz 3 ErbStG nicht anzuwenden. Voraussetzung der Option ist, dass das begünstigungsfähige Vermögen zu nicht mehr als 20 Prozent aus Verwaltungsvermögen besteht (§ 13a Abs. 10 Satz 2 ErbStG).
Wie das Vermögen einer Stiftung bei der Erbersatzsteuer im Einzelnen einzuordnen ist, etwa wer bei der Mindestbeteiligung als Erblasser gilt, ist im Einzelfall zu prüfen.

Wann schützt die Stiftung vor Gläubigern?
Der Schutz setzt nicht mit der Errichtung ein. Er hängt davon ab, ob die Übertragung noch angefochten werden kann. Die Fristen werden rückwärts gerechnet: Entscheidend ist, ob die Leistung innerhalb des Zeitraums vor dem Eröffnungsantrag oder vor der Anfechtung liegt. Einen festen Kalendertag, ab dem Vermögen sicher ist, gibt es daher nicht.
| Norm | Was anfechtbar ist | Zeitraum | Gerechnet ab |
|---|---|---|---|
| § 134 InsO Abs. 1 | unentgeltliche Leistung des Schuldners im Insolvenzverfahren | vier Jahre | rückwärts ab dem Antrag auf Eröffnung |
| § 4 AnfG Abs. 1 | unentgeltliche Leistung des Schuldners außerhalb des Insolvenzverfahrens | vier Jahre | rückwärts ab der Anfechtung |
| § 3 AnfG Abs. 1 und 2 | Rechtshandlung mit dem Vorsatz, Gläubiger zu benachteiligen, wenn der andere Teil den Vorsatz kannte | zehn Jahre; vier Jahre, wenn die Handlung dem anderen Teil eine Sicherung oder Befriedigung gewährt oder ermöglicht hat | rückwärts ab der Anfechtung |
Richtet sich eine unentgeltliche Leistung auf ein gebräuchliches Gelegenheitsgeschenk geringen Werts, ist sie nicht anfechtbar (§ 134 Abs. 2 InsO, § 4 Abs. 2 AnfG). Die Kenntnis des anderen Teils wird nach § 3 Abs. 1 Satz 2 AnfG vermutet, wenn er wusste, dass die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners drohte und dass die Handlung die Gläubiger benachteiligte. Wer bei der Stiftung als anderer Teil gilt und wessen Kenntnis maßgeblich ist, ist im Einzelfall zu prüfen.
Annahme: Dass die Errichtung einer Stiftung eine unentgeltliche Leistung im Sinne von § 134 InsO und § 4 AnfG ist, unterstellt dieser Beitrag; es ist eine offene Prüffrage. Weitere Anfechtungsgründe der Insolvenzordnung sind hier nicht dargestellt.
Schützt die Stiftung vor Pflichtteilsansprüchen?
Nicht automatisch. Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung den Betrag verlangen, um den sich sein Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird (§ 2325 BGB Abs. 1). Dass die Errichtung einer Stiftung eine solche Schenkung an einen Dritten ist, ist hier eine offengelegte Annahme.
Nach § 2325 Abs. 3 BGB wird die Schenkung innerhalb des ersten Jahres vor dem Erbfall voll berücksichtigt, innerhalb jedes weiteren Jahres um ein Zehntel weniger. Sind zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstandes verstrichen, bleibt sie unberücksichtigt.
Wann beginnt die Frist, und was gilt beim Nießbrauch?
Nach dem Wortlaut zählt die Zeit seit der Leistung. Nach BGH, Urteil vom 29.06.2016, IV ZR 474/15, kommt es auf den Eintritt des Leistungserfolgs an, bei Grundstücken auf die Umschreibung im Grundbuch. Behält sich der Schenker den Nießbrauch uneingeschränkt vor, hat er den Genuss des verschenkten Gegenstandes nach dieser Entscheidung nicht aufgegeben; die Frist beginnt dann nicht. Beim Wohnungsrecht kommt es nach derselben Entscheidung auf die Umstände des Einzelfalls an.
Der Fall betraf ein Grundstück, keine Stiftung. Ob die Entscheidung auf die Übertragung an eine Stiftung übertragbar ist, wie ein beschränkter Nießbrauch wirkt, wann ein Wohnungsrecht den Fristbeginn hindert und ob ein Stifter, der selbst zu den Begünstigten gehört, den Genuss in diesem Sinne aufgibt, sind offene Prüffragen.
Rechenbeispiel ohne Ehegatten
Das Beispiel geht von folgenden Annahmen aus:
- Der Stifter ist nicht verheiratet und hat zwei Kinder. Kind A ist per Testament Alleinerbe, Kind B ist von der Erbfolge ausgeschlossen.
- Die Errichtung gilt als Schenkung an einen Dritten. Das Stiftungsvermögen ist 5 Mio. EUR wert, der Wert bleibt unverändert.
- Der Erbfall tritt im vierten Jahr nach der Leistung ein. Einen Nießbrauch gibt es nicht.
Daraus ergibt sich:
- Ohne Testament wären beide Kinder gesetzliche Erben erster Ordnung zu gleichen Teilen (§ 1924 BGB Abs. 1 und 4). Der gesetzliche Erbteil von Kind B wäre die Hälfte.
- Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils (§ 2303 BGB Abs. 1), also einem Viertel.
- Im vierten Jahr zählt die Schenkung mit sieben Zehnteln, also 3,5 Mio. EUR. Rechnerisch erhöht sich der Pflichtteil von Kind B dadurch um ein Viertel davon, 875.000 EUR.
- Variante mit uneingeschränkt vorbehaltenem Nießbrauch, falls die Rechtsprechung übertragbar ist: Die Frist hätte nicht begonnen, die Schenkung zählte voll. Die rechnerische Ergänzung betrüge ein Viertel von 5 Mio. EUR, also 1,25 Mio. EUR.
Gegen wen sich der Ergänzungsanspruch richtet und ob er in dieser Höhe durchsetzbar ist, ist hier nicht geprüft und eine offene Prüffrage für die individuelle Beratung.
Pflichtteilsverzicht
Verwandte, etwa Kinder, können durch Vertrag mit dem Erblasser auf ihr gesetzliches Erbrecht verzichten; der Verzicht kann auf das Pflichtteilsrecht beschränkt werden (§ 2346 BGB Abs. 1 und 2). Der Vertrag bedarf der notariellen Beurkundung (§ 2348 BGB). Wie weit ein Verzicht im Einzelfall reicht, etwa für Ergänzungsansprüche, ist eine offene Prüffrage. Mehr dazu im Beitrag zum Pflichtteilsverzicht.
Drei verbreitete Irrtümer
Irrtum 1: „Die Stiftung schützt vor Pflichtteilsansprüchen“
Nicht ohne Weiteres. Gilt die Errichtung als Schenkung, wird sie bei der Pflichtteilsergänzung bis zu zehn Jahre lang abschmelzend berücksichtigt. Beim uneingeschränkt vorbehaltenen Nießbrauch kann der Fristbeginn ausbleiben; ob das bei Stiftungen gilt, ist offen. Ein Pflichtteilsverzicht ist ein eigener notarieller Vertrag.
Irrtum 2: „Stiftungsvermögen ist steuerfrei“
Nein. Das Einbringen ist schenkungsteuerpflichtig, die Stiftung zahlt Körperschaftsteuer nach § 23 KStG, und bei Sitz oder Geschäftsleitung im Inland fällt alle 30 Jahre die Erbersatzsteuer an. Leistungen an Begünstigte können zusätzlich beim Empfänger zu Einkünften aus Kapitalvermögen führen.
Irrtum 3: „Die Stiftung lässt sich jederzeit auflösen“
Nein. Der Vorstand soll die Stiftung auflösen, wenn sie ihren Zweck endgültig nicht mehr dauernd und nachhaltig erfüllen kann. Das liegt nicht vor, wenn eine Satzungsänderung sie so umgestalten kann, dass sie ihren Zweck wieder erfüllt. Die Satzung kann ein anderes Organ für die Entscheidung bestimmen, und die Auflösung bedarf der Genehmigung der nach Landesrecht zuständigen Behörde (§ 87 BGB).
Was bei der Auflösung erworben wird, gilt erbschaftsteuerlich als Schenkung (§ 7 Abs. 1 Nr. 9 ErbStG); als Schenker gilt dabei der Stifter (§ 15 Abs. 2 Satz 2 ErbStG). Eine Verbrauchsstiftung ist aufzulösen, wenn die Zeit abgelaufen ist, für die sie errichtet wurde.
Wie gründet man eine Familienstiftung?
- Bestandsaufnahme: Welches Vermögen soll eingebracht werden, Betriebe, Beteiligungen, Immobilien oder Wertpapiere? Wer soll begünstigt sein, gibt es Pflichtteilsberechtigte, Eheverträge oder Auslandsbezüge?
- Satzung: Sie muss mindestens Zweck, Namen, Sitz und die Bildung des Vorstands regeln (§ 81 Abs. 1 Nr. 1 BGB). Bei einer Verbrauchsstiftung kommen die Festlegung der Zeit und die Bestimmungen zur Verwendung und zum vollständigen Verbrauch des Vermögens hinzu (§ 81 Abs. 2 BGB). Den Begünstigtenkreis sollten Sie mit Blick auf § 15 Abs. 2 Satz 1 ErbStG formulieren.
- Stiftungsgeschäft: Der Stifter widmet ein Vermögen. Das Stiftungsgeschäft bedarf der schriftlichen Form, wenn nicht andere Vorschriften ausdrücklich eine strengere Form vorschreiben, oder es muss in einer Verfügung von Todes wegen enthalten sein (§ 81 Abs. 3 BGB).
- Anerkennung: durch die zuständige Behörde des Landes, in dem die Stiftung ihren Sitz haben soll (§ 80 Abs. 2 BGB).
- Vermögensübertragung: Mit dem ersten Übergang von Vermögen beginnt der 30-Jahres-Rhythmus der Erbersatzsteuer. Die Fristen für Anfechtung und Pflichtteilsergänzung knüpfen an die Leistung an.
Familienstiftung oder Familienholding?
Die Tabelle enthält nur Punkte, die sich aus den hier gelesenen Normen ergeben. Für die Holding wird eine GmbH angenommen.
| Kriterium | Familienstiftung | Familienholding als GmbH |
|---|---|---|
| Übergang auf die nächste Generation | Vermögen bleibt in der Stiftung; stattdessen Erbersatzsteuer alle 30 Jahre bei Sitz oder Geschäftsleitung im Inland (§ 1 Abs. 1 Nr. 4, § 2 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG) | Anteile gehen durch Schenkung oder Erwerb von Todes wegen über (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 und 2 ErbStG) |
| Körperschaftsteuer | unbeschränkt bei Sitz oder Geschäftsleitung im Inland (§ 1 Abs. 1 KStG), Satz nach § 23 KStG | ebenso (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG), gleicher Satz |
| Leistungen an die Familie | Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Abs. 1 Nr. 9 EStG, soweit die Stiftung nicht von der Körperschaftsteuer befreit ist und die Leistungen Gewinnausschüttungen wirtschaftlich vergleichbar sind | Gewinnanteile nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG |
| Verschonung von Betriebsvermögen | §§ 13a, 13b ErbStG, bei der Erbersatzsteuer entsprechend (§ 13a Abs. 11 ErbStG) | §§ 13a, 13b ErbStG nach ihren Voraussetzungen |
Nicht abgedeckt sind etwa die Besteuerung von Beteiligungserträgen innerhalb der Holding, die Gewerbesteuer und gesellschaftsrechtliche Fragen. Dazu gibt es einen eigenen Beitrag zur Holdingstruktur.
Wann spricht eher etwas gegen eine Familienstiftung?
Bedarf an Liquidität und Flexibilität. Wer das Vermögen absehbar privat braucht, bindet sich selbst. Leistungen richten sich nach der Satzung.
Einfache Familienverhältnisse. Wenn ein Testament oder eine Schenkung die Versorgung regelt und keine Konflikte zu erwarten sind, rechtfertigt der Schutzbedarf die dauerhafte Bindung oft nicht.
Akute Gläubigerprobleme. Wer bei drohender Zahlungsunfähigkeit stiftet, riskiert die Anfechtung nach § 134 InsO, § 4 AnfG und unter den Voraussetzungen des § 3 AnfG mit einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren. Die Stiftung kann allenfalls gegen künftige Risiken wirken.
Kein klarer Zweck. Eine Stiftung ohne beschriebenen Begünstigtenkreis und ohne Versorgungs- oder Bindungsziel bleibt eine Lösung ohne definiertes Problem.
Häufige Fragen
Was ist eine Familienstiftung?
Eine rechtsfähige Stiftung ist eine mitgliederlose juristische Person mit einem Vermögen zur dauernden und nachhaltigen Erfüllung eines vom Stifter vorgegebenen Zwecks (§ 80 Abs. 1 BGB). Als Familienstiftung behandelt das Erbschaftsteuerrecht eine Stiftung, die wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien errichtet ist.
Ab wann lohnt sich eine Familienstiftung?
Eine feste Vermögensschwelle ergibt sich aus dem Gesetz nicht. Entscheidend sind Bindungswille, ein klar beschriebener Begünstigtenkreis, Liquidität für die Steuer beim Einbringen und alle 30 Jahre, die Art des Vermögens und ein langer Zeithorizont.
Wie hoch ist die Steuer beim Einbringen?
Ist die Stiftung wesentlich im Interesse einer Familie im Inland errichtet, richtet sich die Steuerklasse nach dem entferntest Berechtigten; bei Enkeln ist das Steuerklasse I mit 7 bis 30 Prozent. Welcher Freibetrag gilt, ist offen. Bei 5 Mio. EUR ohne Verschonung, Vorerwerbe und Schulden ergeben sich je nach angenommenem Freibetrag von 200.000 oder 400.000 EUR 912.000 oder 874.000 EUR.
Wann fällt die Erbersatzsteuer an?
Bei Sitz oder Geschäftsleitung im Inland alle 30 Jahre seit dem ersten Übergang von Vermögen auf die Stiftung (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG). Abgezogen werden 800.000 EUR, und der Satz der Steuerklasse I richtet sich nach der Hälfte des steuerpflichtigen Vermögens. Auf Verlangen ist sie in 30 Jahresbeträgen einschließlich 5,5 Prozent Zins zu zahlen.
Schützt eine Familienstiftung vor Gläubigern und Pflichtteil?
Erst nach Fristen und unter Annahmen: Unentgeltliche Leistungen sind grundsätzlich anfechtbar, wenn sie nicht früher als vier Jahre vor Eröffnungsantrag oder Anfechtung erfolgt sind; bei Benachteiligungsvorsatz und Kenntnis des anderen Teils gelten zehn Jahre, bei Gewährung einer Sicherung oder Befriedigung vier Jahre. Gilt die Errichtung als Schenkung, wird sie bei der Pflichtteilsergänzung zehn Jahre lang abschmelzend berücksichtigt. Ob die BGH-Rechtsprechung zum uneingeschränkten Nießbrauch, nach der die Frist nicht beginnt, auf Stiftungen übertragbar ist, ist offen.
Kann eine Familienstiftung aufgelöst werden?
Der Vorstand soll sie auflösen, wenn sie ihren Zweck endgültig nicht mehr dauernd und nachhaltig erfüllen kann und eine Satzungsänderung nicht hilft; die Satzung kann ein anderes Organ bestimmen (§ 87 BGB). Die Auflösung bedarf der Genehmigung der nach Landesrecht zuständigen Behörde, und eine Verbrauchsstiftung ist nach Ablauf ihrer Zeit aufzulösen.
Persönliches Gespräch?
Eine Familienstiftung aufzusetzen erfordert die Abstimmung von Stiftungsrecht, Erbschaftsteuerrecht, Pflichtteilsrecht, Anfechtungsrecht und Familiensituation. Eine Standardlösung gibt es nicht. Wenn Sie konkret planen, kann ein strukturiertes Erstgespräch helfen, Ihre Ausgangslage und die offenen Prüffragen zu klären: Steuerklasse beim Einbringen, Art des Vermögens, Pflichtteils- und Anfechtungsfristen, Erbersatzsteuer.
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Quellen und Annahmen
- Normtexte: gesetze-im-internet.de, abgerufen am 02.11.2026. Die Vorschriften sind im Text jeweils einmal verlinkt: BGB §§ 80, 81, 87, 1924, 2303, 2325, 2346, 2348; ErbStG §§ 1, 2, 7, 9, 13a, 13b, 15, 16, 19, 24; KStG §§ 1, 23; EStG § 20; InsO § 134; AnfG §§ 3, 4.
- Rechtsprechung: BGH, Urteil vom 29.06.2016, IV ZR 474/15 zum Fristbeginn nach § 2325 Abs. 3 BGB. Die Entscheidung des BVerfG vom 8.3.1983, 2 BvL 27/81, ist nur nach der Fußnote zu § 1 ErbStG bei gesetze-im-internet.de wiedergegeben.
- Annahmen: Die Errichtung der Stiftung wird als Schenkung im Sinne von § 2325 BGB und als unentgeltliche Leistung im Sinne von § 134 InsO und § 4 AnfG unterstellt. Die Rechenbeispiele beruhen auf den jeweils genannten Annahmen zu Wert, Familie, Freibetrag und Zeitpunkt.
- Offene Prüffragen: Freibetrag beim Einbringen bei Enkeln als entferntest Berechtigten; Härteausgleich bei der halbierten Satzermittlung; Übertragbarkeit der Nießbrauch-Rechtsprechung auf Stiftungen; beschränkter Nießbrauch und Wohnungsrecht; Stifter als Begünstigter; Schuldner und Durchsetzbarkeit der Pflichtteilsergänzung; Reichweite eines Pflichtteilsverzichts; Kenntnis des anderen Teils bei § 3 AnfG.
- Nicht dargestellt: Errichtung von Todes wegen, Widerruf des Stiftungsgeschäfts, Landesstiftungsrecht und Verfahren der Anerkennung, Stiftungsregister, nicht rechtsfähige und ausländische Stiftungen, Bewertung, Steuerschuldner beim Einbringen, Gewerbesteuer und Steuersatz beim Empfänger.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung. Er bezieht sich auf deutsches Recht. Die Rechenbeispiele sind fiktiv und beruhen auf den genannten Annahmen; eine Steuerersparnis wird nicht zugesagt. Offene Prüffragen sind als solche gekennzeichnet und müssen im Einzelfall geklärt werden. Rechtsstand: November 2026, Normtexte abgerufen am 02.11.2026.

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