Themen-Hub
Holding & Familienpool 2026 — Strukturieren, Schützen, Übertragen
Wer betriebliches oder größeres Privatvermögen langfristig sichern und steueroptimiert übertragen will, kommt um Holding und Familienpool nicht herum. Dieser Themen-Hub bündelt den Pillar-Ratgeber zur Holdingstruktur mit vertiefenden Beiträgen zu Familienpool als GmbH & Co. KG, dem Verschonungsabschlag § 13a/b ErbStG und der strategischen Unternehmensnachfolge.
Der Hauptratgeber

Holdingstruktur 2026: Steuern, Sperrfrist, Fallen
Holdingstruktur richtig aufgesetzt: 1,5 % statt 26,4 % Steuer, Anteilstausch nach § 21 UmwStG, 7-Jahres-Sperrfrist, GrESt-Fallen, Verwaltungsvermögen-Test.
Vollständigen Ratgeber lesenVertiefende Spezialbeiträge
Tiefere Praxis-Analysen zu den wichtigsten Sub-Themen rund um Holdingstruktur.

Familienpool GmbH & Co. KG: Vermögen bündeln 2026
Familienpool GmbH & Co. KG gründen: So bündeln Sie Familienvermögen steueroptimiert, sichern Kontrolle und nutzen Freibeträge clever 2026.
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Verschonungsabschlag § 13a ErbStG: Bis zu 100% steuerfrei
Verschonungsabschlag 13a ErbStG: So übertragen Sie Ihr Unternehmen mit 85% oder 100% Verschonung steuerfrei. Voraussetzungen, Fallen und Praxisbeispiele 2026.
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Unternehmensnachfolge: Steuerplanung in 5 Schritten
Unternehmensnachfolge steueroptimiert gestalten: Die 5 Schritte von der Bewertung bis zur Übergabe. Mit Verschonungsregeln nach §§ 13a, 13b ErbStG.
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Wegzugsbesteuerung § 6 AStG 2026: Stundung & Rückkehr
Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG trifft GmbH-Gesellschafter ab 1 % Beteiligung sofort beim Wegzug. Stundung, Rückkehr, Zielländer im Praxis-Überblick.
WeiterlesenHäufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Holdingstruktur — kondensiert aus den Detail-Ratgebern.
Was ist eine Holdingstruktur und wann lohnt sie sich?
Eine Holding ist eine Beteiligungsgesellschaft, die Anteile an operativen Tochtergesellschaften hält. Sie lohnt sich typischerweise ab einem Unternehmenswert von 1 bis 2 Mio. EUR oder mehreren Beteiligungen, weil Dividenden zu 95 Prozent steuerfrei sind (§ 8b KStG) und das Vermögen über mehrere Generationen strukturiert übertragen werden kann.
Was unterscheidet einen Familienpool von einer Holding?
Ein Familienpool ist meistens als GmbH & Co. KG strukturiert — Personengesellschaft mit Haftungsbegrenzung. Er bündelt Familienvermögen, schafft eine Governance über Generationen und kann pflichtteilssensitiv gestaltet werden. Im Vergleich zur Holding ist er flexibler bei der Vermögensbündelung über reine Beteiligungen hinaus (z.B. Immobilien).
Was ist der Verschonungsabschlag nach § 13a ErbStG?
Bei der Übertragung von Betriebsvermögen kann ein Verschonungsabschlag von 85 Prozent (Regelverschonung) oder 100 Prozent (Optionsverschonung) gewährt werden — wenn Mindestlohnsumme und Behaltensfrist eingehalten werden. Bei Übertragungen über 26 Mio. EUR pro Erwerber greift zusätzlich die Verschonungsbedarfsprüfung (§ 28a ErbStG).
Wann greift die Wegzugsbesteuerung nach § 6 AStG?
Wenn ein in Deutschland unbeschränkt Steuerpflichtiger mit mindestens 1 Prozent Anteil an einer Kapitalgesellschaft seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt — auch innerhalb der EU. Seit 2022 ist die unbefristete Stundung der Wegzugssteuer für EU-Wegzüge entfallen. Stille Reserven werden fiktiv besteuert.
Wie früh sollte ich eine Unternehmensnachfolge planen?
10 Jahre vor dem geplanten Übergang ist Standard. Die Behaltensfristen der § 13a/13b ErbStG laufen 5 bzw. 7 Jahre. Strukturmaßnahmen wie Holdinggründung oder Familienpool brauchen 1 bis 3 Jahre. Wer mit 60 anfängt, hat noch alle Optionen — wer mit 70 anfängt, ist meist auf Schadensbegrenzung beschränkt.
Welche Rechtsform passt zur Familienpool-Gestaltung?
Die GmbH & Co. KG ist Standard: Komplementär-GmbH übernimmt Haftung, Familie ist Kommanditisten (haftungsbeschränkt). Vorteile: Personengesellschaftsbesteuerung (kein Schachtelprivileg nötig), flexible Gewinnverteilung, einfacher Gesellschafterwechsel. Alternative für reine Beteiligungen: Familienpool als reine GmbH.
Was kostet die Gründung einer Holding oder eines Familienpools?
Reine Gründung 3.000 bis 8.000 EUR (Notar + Beratung). Steuerliche Umstrukturierung — z.B. § 20 UmwStG für Buchwertübertragung — schlägt mit 10.000 bis 30.000 EUR zu Buche. Bei größeren Vermögen oder grenzüberschreitenden Strukturen können Beratungskosten 50.000 bis 100.000 EUR erreichen. ROI rechnet sich bei Vermögen ab 2 Mio. EUR.
Wie schützt eine Holding vor Pflichtteilsansprüchen?
Direkt gar nicht — Holdinganteile sind Nachlassvermögen wie jedes andere. ABER: In Kombination mit Pflichtteilsverzicht (§ 2346 BGB) und 10-Jahres-Schenkungsstrategie (§ 2325 BGB) lassen sich Pflichtteilsansprüche substantiell reduzieren. Die Holding strukturiert das Vermögen, der Pflichtteilsschutz kommt durch die zivilrechtlichen Gestaltungen.
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