Ausgangslage
Über viele Jahre hinweg hatte eine Unternehmerfamilie ein Vermögen von rund 11,6 Millionen Euro aufgebaut. Dieses Vermögen war jedoch auf verschiedene Gesellschaften verteilt, die steuerlich unterschiedlich strukturiert waren. Eine sinnvolle Verrechnung von Gewinnen und Verlusten fand nicht statt. Gleichzeitig bestand der Wunsch der Großeltern, das Vermögen langfristig zu schützen und dessen Verwendung klar an den Vorstellungen der Familie auszurichten.
Herausforderung
Die bestehende Struktur führte zunehmend zu unübersichtlichen Verhältnissen. Verschiedene Familienmitglieder waren in unterschiedlichen Gesellschaften vertretungsberechtigt, Entscheidungen wurden teilweise ohne abgestimmte Strategie getroffen. Dadurch entstanden chaotische Strukturen ohne klare Leitlinien für die Zukunft.
Vorgehensweise
Ich habe zunächst gemeinsam mit den Eigentümern einen moderierten Prozess innerhalb der Familie angestoßen. In mehreren Gesprächen wurde eine gemeinsame Strategie für den Umgang mit dem Familienvermögen entwickelt und die Interessen der verschiedenen Generationen zusammengeführt.
Auf dieser Grundlage erfolgte eine umfassende strukturelle Neuordnung der bestehenden Gesellschaften. Ziel war eine klare Vermögensarchitektur, die sowohl steuerliche Effizienz als auch langfristigen Vermögensschutz ermöglicht.
Über diese Struktur wurde schließlich eine Stiftung installiert, die als verbindender Rahmen für das gesamte Vermögen dient. Der Stiftungszweck definiert dabei präzise, wie das Vermögen verwaltet werden soll, welche Entscheidungen getroffen werden dürfen und in welchem Umfang Mittel von den kommenden Generationen verwendet werden können.
Ergebnis
Nach dem Tod der ursprünglichen Eigentümer hat sich diese Struktur als tragfähig erwiesen. Das erwartete Konfliktpotenzial innerhalb der Familie konnte weitgehend vermieden werden, da die festgelegten Spielregeln klare Orientierung und verbindliche Grenzen für alle Beteiligten geschaffen haben.